Team Geschichte

Team Geschichte

LCR Team: von 1996 bis dato


Ein neues Abenteuer

16 Jahre Wettbewerb, 274 Rennen in drei verschiedenen Kategorien, 72 Podiumsplätze, 21 Siege und eine Vizeweltmeisterrschaft in der 250er Klasse: das ist LCR, welches im Jahr 1996 von Lucio Cecchinello gegründet wurde, als dieser entschieden hat ein neues Abenteuer zu starten und ein eigenes Team zu gründen, um auf diesem Wege sowohl die Position des Fahrers als auch des Managers einnehmen zu können und auf diesem Wege sowohl seine als auch die Zukunft der MotoGP zu sichern. Nach einer zweijährigen „Probephase“ (1996 und 1997) hat Lucio, gemeinsam mit seinem japanischen „Bruder“ Noboru Ueda seinen ersten Erfolg gefeiert. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden ging gute drei Jahre weiter, im Jahr 2001 hat Lucio die Meisterschaft mit seiner Aprilia 125-ccm auf dem vierten Platz beendet. Im Jahr 2002 verdoppelt sich das LCR Team und es starten insgesamt vier Fahrer in zwei verschiedenen Kategorien für das Team von Lucio Cecchinello: in der 125er Klasse gehen Lucio (welcher drei Siege und zwei Zweitplatzierungen eingefahren hat und die Meisterschaft als Vierter beendet hat) und Alex De Angelis aus San Marino (welcher sein erstes Weltmeisterschaftspodium verdient) an den Start. In der 250er Klasse hat „jemand“ Namens Casey Stoner sein Debüt und geht neben dem Spanier David Checa an den Start. Das Jahr 2003 war das letzte aktive Jahr für Lucio im Weltmeisterschafts Wettbewerb. LCR Team hat dank der Vertragsunterzeichnung von Randy De Puniet, welcher 9 Podiumsplätze, 3 Siege und zahlreiche Polepositions in der 250-er Klasse mit seiner Aprilia eingefahren hat seine Starke Position beibehalten. De Puniet beendete die Saison auf dem vierten Platz, während der Australier Stoner sein erstes Jahr in der 125er-Klasse auf dem neunten Platz beendet. Am Ende der Sasion 2003 haben die drei LCR Fahrer überraschenderweise eine Vielzahl an Erfolgen eingefahren: 16 Podiumsplätze, 6 Siege und 6 Polepositions. In 2003, the last year in the race competitions for Lucio, The LCR team, reinforced thanks to the newly signed Randy De Puniet, scored 9 podiums, 3 victories and several pole positions in the 250cc class riding the Aprilia, finishing in the 4th placement in the final standings while the Australian Stoner finished 9th in his first year in the 125cc class. At the end of 2003 the 3 LCR riders had surprisingly looted: 16 podiums, 6 victories and 6 pole positions.


Folgejahre

Im folgenden Jahr hat der Franzose De Puniet seine Erfolgssträhne fortgesetzt und weitere Punkte im Weltmeisterschaftskampf gesammelt und gewann am Ende der Saison hinter Porto und Pedrosa die Bronzemedaille in der 250er-Klasse. In der 125er-Klasse hat Roberto Locatelli hinter Barbara und Dovizioso ebenfalls die Bronzemedaille für das LCR Team geholt. Das Jahr 2004 war das Debütjahr in der Weltmeisterschaft für einen weiteren talentierten Fahrer „made in Romagna“, Mattia Pasini, welcher den „Rookie of the Year Award“ in seiner Kategorie gewonnen hat. Im Jahr 2005 hat das LCR Team dank dem australischen Phänomen Casey Stoner und seiner Aprilia die Vizeweltmeisterschaft in der 250er- Klasse (das bisher beste Ergebniss) gewonnen. Casey Stoner wurde für einige Saisonen unter Lucio´s Flügel genommen und machte im Jahr 2006 sein MotoGP Debüt mit dem LCR Team. Der sehr zielstrebige Stoner hat mit seiner Honda RC2111V die erste Pole Position und den ersten Podiumsplatz für das Team von Lucio Cecchinello in der Königsklasse eingefahren, doch das darauffolgende Jahr wurde der Australier durch einen reiferen Fahrer ersetzt, welcher das volle Potenzial der neuen RC212V ausschöpfen konnte: Carlos Checa. Der Katalane erreichte den 14.Platz in der Weltmeisterschaft, im selben Jahr wurde das Team um Eugene Laverty in der 250er-Klasse erweitert und infolgedessen wurde das Rookie Projekt von Honda Großbritannien unterstützt. 2008 startet das LCR Team zum dritten Mal in der MotoGP durch und vertraut seine RC212V dem Franzosen De Puniet an, welcher die Saison auf dem 15.Platz beendet. Die Zusammenarbeit zwischen De Puniet und LCR geht für zwei Jahre weiter (2009 & 2010), immer mit der stetigen Unterstützung von Honda und der Mann aus Marseilles beendet die beiden Saisonen mit jeweils einem beeindruckenden 11. und einem 9. Platz im Weltmeisterschaftskampf. Seit 1996 hat LCR Team mit seinen Fahrern bei sage und schreibe 256 Rennen, seine Fans mit insgesamt 72 Podiumsplätzen, darunter 21 Siegen und einem Vize-Weltmeisterschaftstitel in der 250er-Klasse belohnt.


Fahrer….was für eigenartige Leute

Enzo Ferrari hatte Recht, als er sagte: Fahrer….was für eigenartige Leute!!

Nobby Ueda: “Äußerst wichtig. Er hat mir soviel beigebracht und er war ein ausgezeichneter Teamkollege. Es war und ist immer noch eine herausragende Zusammenarbeit, er ist mein japanischer Bruder! Ein sehr schneller und sturer Fahrer. Als er in Misano von der Strecke abgekommen ist und sich 200 Meter weit überschlagen hat, ist er mit seinem Kopf auf die Schutzmauer aufgeschlagen, man kann den Rissen immer nocht sehen!

Alex De Angelis: “Als ich ihn zum ersten Mal begegnet bin, ist er noch in der europäischen Meisterschaft gefahren und ich war von seiner Energie und seinem Willen als junger Mann äußerst beeindruckt. Es war ein Vergnügen mit ihm zusammenzuarbeiten und gemeinsam seinen ersten Podestplatz in der Weltmeisterschaft zu feiern. Er hat sich eine San Marino Flagge um den Hals gebunden und als diese im Wind flatterte, sah er auch wie Superman!

Casey Stoner: “Es war ein beeindruckendes Selbstvertrauen welches er als nur 15 jähriger an den Tag gebracht hat, als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe. Beeindruckend war auch seine Rundenzeit von 1´45.8, welche er am 23.Januar 2002 in Jerez als nur 16-jähriger bei seinem Debüt mit der Aprilia Kit 250cc abgeliefert hat, er war nur einen Katzensprung von den Bestzeiten der Top-Fahrer entfernt. Ich möchte gerne ein Geheimnis enthüllen: er hat mir bei der Entscheidung geholfen, meine Sportkarriere zu beenden, als er zur Saisonhälfte 2003 begonnen hat mich zu überholen. In diesem Moment habe ich begriffen, dass die Zeit gekommen war um Platz für die jungen Talente, vor allem so ein Talent wie Casey zu machen! Die Erinnerung von ihm welche für mich am einprägsamsten ist, war jene als er im Jahr 2006 seinen Flug aus Wien verpasst hat und in Folge dessen auch seinen Anschlussflug in Dubai, um die Gefahr zu vermeiden, dass er einen weiteren Anschlugflug verpasst, hat er am Boden neben dem Check-In Schalter am Flughafen Dubai geschlafen. Als er dann in Doha angekommen ist, bin ich zum Flughafen gefahren um ihn abzuholen, es waren nur noch dreißig Minuten bis zum ersten freien Training am Freitag. Er hat seine Lederkombi angezogen, einen Espresso getrunken, ist auf das Motorrad gesprungen und hat die Bestzeit abgeliefert“.

Roberto Locatelli: “Erfolgreicher, professioneller, netter, witziger und hervorragender Testfahrer, sowohl als auch ein ausgesprochen guter Stand-Up Komiker während den Team Abendessen. Ich sehe mir immer noch die 2004 Backstage Dvd mit seinen witzigen Imitationen an und krümme mir vor lauter Lachen”.

Mattia Pasini: “Er ist ein wirklich großartiger Charakter! Es war ein Vergnügen ihn in die Weltmeisterschaftsklasse einzuführen und ich hätte sehr gerne länger mit ihm zusammen gearbeitet, aber die Teamsponsoren haben bevorzugt, ihre Ressourcen in ein 250-ccm Projekt mit Loca und Casey zu investieren. Als er 2004 in Mugello seine erste Pole-Position eingefahren hat, war es so begeister, er hat ausgesehen als hätte er die Weltmeisterschaft gewonnen, unvergesslich! Ich kann mich erinnern, als er ein kleiner Junge war (ca. fünf Jahre alt) und mit dem Knie stoßend sein winziges Fahrrad über den Asfalt geschoben hat...

Carlos Checa: “Sein Markenzeichen ist der Stier und das ist nicht weithergeholt. Er ist ein wirklich unermüdlicher Fahrer, ein Renntier. Wenn er auf Zack ist, dann kann er den besten Fahrern der Welt standhalten und gegen sie kämpfen. Sehr feinfühlig auf der Strecke (ausgezeichneter Testfahrer) und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich hätte sehr gerne mehr mit ihm erreicht, allerdings ist es kein Geheimnis, dass das Team im Jahr 2007 mit einer technischen Differenz im Vergleich zu den Werkteams zu kämpfen hatte. Wenn ich daran denke, dass er seine Sportkarriere zur gleichen Zeit wie ich begonnen hat (Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre) und jetzt immer noch gegen die besten Fahrer der Superbike-Meisterschaft kämpft, dann kann ich nicht anders als tiefste Bewunderung für seine Entschlossenheit zu verspüren“.

Eugene Laverty: “Eugene hat an einem Rookie Projekt teilgenommen welches von Honda Großbritannien iniziert wurde und es war ein Vergnügen ihm dabei behilfich zu sein. Wenn man die 18 offizielen Motorräder beachtet welche bei seinem Debüt in der Weltmeisterschaftsklasse an den Start ginen, dann hat er wirklich einen guten Job abgeliefert und einige Male gepunktet. Und wenn ich ihn mir heute bei der Super Sport Weltmeisterschaft ansehe, dann macht es mich Stolz sagen zu können, dass ich ihn bei seinem Aufstieg geholfen habe. Eugene ist ein toller Rennfahrer, aber wenn er Auto fährt, dann ist er schlimmer als meine Tante!

LCR Team Statistik:

1996 Lucio Cecchinello 15. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
1997Lucio Cecchinello 14. in der Platzierung , 125er Klasse Weltmeisterschaft
1998Lucio Cecchinello 5. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Nobby Ueda 13. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
1999Lucio Cecchinello 9. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Nobby Ueda 9. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
2000Lucio Cecchinello 11. in der Platzierung, 125er  Klasse Weltmeisterschaft
 Nobby Ueda 5. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
2001Lucio Cecchinello 4. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Raul Jara 9. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
2002Lucio Cecchinello 4. in der Platzierung, 125er  Klasse Weltmeisterschaft
 Alex De Angelis 9. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Casey Stoner 12. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
 David Checa 13. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
2003Lucio Cecchinello 9. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Casey Stoner 8. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Randy De Puniet 4. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
2004Roberto Locatelli 3. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Mattia Pasini 15. in der Platzierung, 125er Klasse Weltmeisterschaft
 Randy De Puniet 3. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
2005Roberto Locatelli 13. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
 Casey Stoner 2. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
2006Casey Stoner 8. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2007Carlos Checa 14. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
 Eugene Laverty, 25. in der Platzierung, 250er Klasse Weltmeisterschaft
2008Randy de Puniet, 15. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2009
 Randy de Puniet, 11. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2010Randy de Puniet, 9. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2011Toni Elias,15. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2012Stefan Bradl, 8. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2013Stefan Bradl, 7. in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2014Stefan Bradl, 9 in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2015Cal Crutchlow, 9 in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2015Jack Miller, 19 in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft
2014Cal Crutchlow, 7 in der Platzierung, MotoGP Klasse Weltmeisterschaft